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Schutzpatron

Heiliger Ambrosius - Schutzpatron der Imkerei


Ambrosius wurde als jüngster Sohn des römischen Statthalters für Gallien geboren. Seine Mutter war eine überzeugte Christin. Von zahllosen Legenden wird die des Bienenschwarms über der Wiege des Kindes oft in Darstellungen festgehalten: Bienen träufelten Honig in seinen Mund und flogen davon, ohne das Kind zu verletzen; aber sie hatten ihm die honigsüße Sprache seiner späteren Schriften und seiner Hymnen, besonders des Ambrosianischen Lobgesangs, vermittelt. Nach dem Tod des Vaters zog die Familie nach Rom, wo Ambrosius eine umfassende Bildung erhielt und bald eine steile Karriere als Politiker machte, die in Sirmium - dem heutigen Sremska Mitrovica - begann. Von Kaiser Valentinian wurde er 370 zum Statthalter für Ligurien und die Emilia in Oberitalien ernannt mit Sitz in Mailand. Das Volk liebte und achtete ihn, weil er Milde und Gerechtigkeit walten ließ.

374 wurde Ambrosius ob dieser Beliebtheit zum Bischof von Mailand gewählt: bei der Wahl des Nachfolgers für den verstorbenen Bischof Auxentius, der Anhänger des Arianismus gewesen war, waren heftige Streitigkeiten zwischen der orthodoxen und der arianischen Bevölkerung ausgebrochen; als Führer der Verwaltung nahm Ambrosius an der Wahl als Beobachter teil. Er war noch nicht getauft, lebte aber im Katechumenat, der mehrjährigen Lehr- und Einführungszeit in den christlichen Glauben, die normalerweise mit der Aufnahme in die Kirche durch die Taufe in der Osternacht abgeschlossen wurde. Ambrosius wurde vorgeschlagen und von beiden Parteien akzeptiert, er wurde getauft und eine Woche später, am 7. Dezember, zum Bischof geweiht. Seinen Besitz verkaufte er und schenkte ihn den Armen.


Kanonisation: Ambrosius wird offiziell seit 1295 mit dem Ehrentitel Kirchenvater bezeichnet.
Attribute: Bienenkorb, Buch und Geißel, Knochen, Schreibfeder Patron von Mailand und Bollgna; der Krämer, Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker; der Bienen und Haustiere, des Lernens; 2. Patron des ambrosianischen Teils der Diözese Lugano


Bauernregeln: (für 4. April):

Ist Ambrosius schön und rein, wird Florian wohl wilder sein.
Der heilige Ambrosius, schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
Erbsen säe Ambrosius, so tragen sie reich und geben Mus.
Sankt Ambrosius man Zwiebeln säen muss.

Dieser Text stammt aus dem Ökumenischen Heiligenlexikon
von der Webseite http://www.heiligenlexikon.de