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Aktuelles

Registrierung von Imkern und Bienenständen


Nunmehr ist die Verordnung, die auch die Registrierung von Imkern und Bienenständen vorsieht in Kraft getreten. Da die Verordnung selbst für alle Tierarten gilt und „nur“ eine Novelle ist, ist der Originaltext schwer zu lesen. Daher eine Übersicht, die Imker und Bienen betreffend, erstellt von D.I. Peter Frühwirth:

Mit dieser Novelle wurde die Tierkennzeichnungsverordnung (TKZVO) auf Bienen und Imker erweitert. In Zukunft hat sich jeder Imker mit seinen Bienenständen und den insgesamt von ihm betreuten Bienenvölkern im Veterinärinformationssystem (VIS) zu registrieren. Damit werden auch die Imker als Tierhalter - genauso wie andere Tierhalter mit ihren Tieren (z.B. Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen usw.) - im VIS erfasst.

Auch wenn dies anfänglich ein gewisser Aufwand ist, so wird damit doch in Zukunft die Seuchenbekämpfung wesentlich erleichtert. Nicht nur im Falle von Amerikanischer Faulbrut, sondern besonders auch wenn andere neue Parasiten und Krankheiten bei uns eintreffen sollten (z.B. Kleiner Beutenkäfer).

Registrierung – Stichtag 31. Dezember 2016

Der Imker erhält eine Registrierungsnummer, mit der sein Betrieb im VIS identifiziert wird. Weil Imker zu den landwirtschaftlichen Betrieben zählen, ist das die LFBIS-Nummer, also die Betriebsnummer gemäß dem Land- und Forstwirtschaftlichen Betriebsinformationssystem.



Imker, deren Bienenhaltung am 1. April 2016 bereits bestanden hat und die bereits eine Meldung im Rahmen des Mehrfachantrags Flächen (MFA) abgegeben haben, haben bereits eine Betriebsnummer und sind bereits im VIS mit Namen und Adresse registriert. Diese Imker haben ihre Meldung (Angabe der Standorte, jährlich aktualisierte Gesamt-Völkerzahl) bis längstens 31. Dezember 2016 zu tätigen. Diese Imker erhalten vom Betreiber des VIS (also der Statistik Austria) eine schriftliche Verständigung mit der Zugangsberechtigung.

Imker, deren Bienenhaltung am 1. April 2016 bereits bestanden hat und die noch keine Meldung im Rahmen des Mehrfachantrags Flächen (MFA) abgegeben haben, haben die Meldung bei der zuständigen Bezirksverwaltungbehörde (gem. § 4 Abs. 3) bis längstens 31. Dezember 2016 zu tätigen. Die Imker haben insbesondere Adresse, Rechtsform des Betriebes, persönliche Daten und Kommunikationsdaten sowie die Daten zur Tierhaltung (siehe die nächsten beiden Absätze) zu melden. Das wird dort der Veterinärdienst sein. Dieser gibt die Meldung an die Statistik Austria weiter, die den Imker im VIS anlegt und diesem dann die Zugangsdaten schickt, damit er die weiteren Daten eingeben kann.

Imker, die neu mit der Bienenhaltung beginnen, haben innerhalb von 7 Tagen nach Aufnahme der Bienenhaltung diese Daten an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde zu melden. Weiterer Ablauf siehe oben.

Daten zur Tierhaltung

Gemäß Anhang 1 der TKZVO-Novelle 2015 ist der "Betriebstyp" anzugeben; bei den Imker ist dies: Landwirtschaft/Tierhalter/Bienen.

Weiters die "Tierhaltungsdaten": Datum der Aufnahme bzw. der Aufgabe der Bienenhaltung.

Daten zu Bienenständen

Adresse des Bienenstandes: Adresse oder Koordinaten des Bienenstandes.

Betriebstypen: z.B. Landwirtschaft/Tierhalter/Bienen/Bienenstand oder: Landwirtschaft/Tierhalter/Bienen/einmaliger Wanderbienenstand. Das Datum der Aufnahme bzw. Beendigung des jeweiligen Betriebstyps.

Jährliche Erhebungen: Anzahl der insgesamt betreuten Bienenstöcke zu den jeweiligen Erhebungsstichtagen jeden Jahres.

Weitere Termine und Stichtage

Spätestens 30 Tage nach schriftlicher Verständigung durch den Betreiber des VIS über die Aufnahme als rechtliche Einheit im VIS und der Übermittlung der Zugriffsberechtigung ist folgendes in das VIS einzugeben: die Angaben zu den Standorten von Bienenständen sowie jede Änderung der Standorte von Bienenständen einschließlich der Aufgabe eines Standortes innerhalb von 7 Tage.

Ab 1. Jänner 2017 ist die aktuelle Anzahl der insgesamt betreuten Bienenstöcke im VIS unter der Registrierungsnummer des Imkers einzutragen.



Für die Meldung der Völkerzahl gibt es 2 Stichtage:

1. Erhebungsstichtag 31. Oktober: Die am 31. Oktober gezählten "insgesamt betreuten Bienenvölker" sind spätestens am folgenden 31. Dezember im VIS einzugeben.
2. Erhebungsstichtag 30. April: Die am 30. April gezählten "insgesamt betreuten Bienenvölker" sind spätestens am folgenden 30. Juni im VIS einzugeben.

Kennzeichnung von Bienenständen

Die Bienenstände sind auf Kosten des Imkers an gut sichtbarer Stelle mit der VIS-Registrierungsnummer des Imkers dauerhaft zu kennzeichnen.

Meldung durch die Ortsgruppen der Landesverbände

Der Imker, der keinen Zugang zum Internet hat, oder seine Meldung im VIS nicht selbst machen kann oder will, kann dies auch im Wege über die Ortsgruppe, in der er organisiert ist, durchführen lassen.

Soll die Meldung über die Ortsgruppe erfolgen, hat der Imker nachzuweisen, dass die Ortsgruppe sich zur Übernahme der Meldung bereit erklärt hat. Jede Änderung des Meldewegs ist vom Imker der Behörde ohne Verzug mitzuteilen.

Ortsgruppen der Landesverbände, die sich zur Übernahme der Meldung bereit erklärt haben, haben alle ihnen gemeldeten Daten unverzüglich ins VIS einzutragen.

Weitere Informationen

Weitere Details über Vorgangsweise und Termine werden zu gegebener Zeit von der BIENE ÖSTERREICH verlautbart.

VIS – Veterinärinformationssystem

Betreiber des VIS ist die Statistik Austria und wird im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit geführt. Nähere Informationen finden Sie hier: www.statistik.at/ovis/allgemeines/index.html

Wie bekomme ich die Koordinaten meines Bienenstandes?
Oft wird es so sein, dass der Bienenstand nicht bei einem Haus mit einer bekannten Adresse steht, sondern sondern irgendwo in der Landschaft (Wald, Wiese, Feldweg usw.). In diesem Fall kann der Standort des Bienenstandes nur über seine geografischen Koordinaten (Längengrad, Breitengrad) genau lokalisiert werden. Um diese zu erhalten, werden folgend zwei Möglichkeiten vorgestellt:



Google Maps: https://www.google.at/maps
Man gibt im Feld links oben einen Ort (mit Postleitzahl) in der Nähe des Bienenstandes ein und klickt auf suchen. So kommt man rasch in die Nähe des Bienenstandes. Meist wird die "Karte" angezeigt. Zum leichteren Auffinden seines Bienenstandes klickt man links unten auf "Earth", damit wird das Luftbild dargestellt. So findet man den Bienenstand leichter im Gelände. Rechts unten auf der Karte bzw. auf dem Luftbild gibt es die beiden Felder + und -. Mit dem + zoomt man sich in das Luftbild hinein, man erhält eine genauere Darstellung des Geländes.

Mit Klick (linke Maustaste) auf den Standort des Bienenstandes, wird dieser mit einem Symbol markiert. Links oben unter dem Sucheingabefeld erscheint die Ortsangabe und darunter in kleinerer Schrift den Breitengrad und den Längengrad, getrennt durch einen Beistrich. Das sind die Koordinaten des Bienenstandes, die im VIS beim Bienenstand einzutragen sind.

MapCoordinates.net: www.mapcoordinates.net/de
Mit dieser Anwendung können Sie zusätzlich zu den Koordinaten auch die Höhenmeter (bzw. die Meereshöhe) des Bienenstandes herausfinden. Was für manchen Imker auch ganz interessant sein wird. Von Vorteil ist bei dieser Anwendung, das angegeben ist, welche der beiden Zahlen der Breitengrad und welche der Längengrad ist!

Bei der Suche nach seinem Bienenstand geht man grundsätzlich gleich vor, wie bei Google Maps: Zuerst im Suchfeld "Ort zeigen" den Ort mit Postleitzahl in der Nähe des Bienenstandes eingeben und auf Suche klicken. Zum Zoomen links den Schieberegler zwischen + und - bewegen (oder auf + oder - klicken). Mit gedrückter Maustaste lässt sich der Kartenausschnitt verschieben. Auch hier empfiehlt es sich, das Luftbild einzublenden, indem man rechts oben auf "Satellit" klickt.

Mit Klick (mit der linken Maustaste) auf den Standort des Bienenstandes erscheint ein rotes Standortsymbol sowie ein eigenes Fenster mit Angabe von Breitengrad, Längengrad und Meereshöhe. Das rote Standortsymbol lässt sich mit gedrückter Maustaste verschieben.

Quelle: >> Die Hochlandimker


tierkennzeichnungsvo_novelle_2015.pdf.vduw0nw.pdf [316 KB]

Fipronil im Haushalt





Fipronil ist ein Wirkstoff, der bienengefährlich ist und immer wieder in toten Bienenvölkern gefunden wird, wurde zwar für bestimmte Anwendungen in der Landwirtschaft von der EU vorläufig verboten, wurde bedauerlicherweise als "Notfallzulassung" im Kartoffelanbau wieder genehmigt, ist aber - noch viel schlimmer - als Haushaltspestizid frei erhältlich. Nunmehr eine Antwort der Drogeriekette DM: es wird aus den Regalen genommen. Nötig wäre ein allgemeines Verbot durch das Umweltministerium.

Gesetzeslücke: Bienengiftiges Fipronil als Haushaltspestizid frei erhältlich
(25. 03. 2015)

GLOBAL 2000: EU-Verbote müssen auch für Haus und Garten gelten


Wien (OTS) - Ein Einkaufstest der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat gezeigt, dass Insektenvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Fipronil für KonsumentInnen frei erhältlich sind. Fipronil wurde jedoch wegen seiner Bienengiftigkeit von der EU in der Landwirtschaft weitgehend verbotenen. Der Pestizidwirkstoff ist aber als Ameisenbekämpfungsmittel in Drogeriemärkten, im Lebensmitteleinzelhandel, in Baumärkten und Gartencentern weiterhin frei verfügbar. Fipronil stellt laut Bewertung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein "inakzeptables Risiko für Bienen" dar. Haushaltspestizide wurden vom Fipronil-Verbot bislang nicht erfasst, da hier nicht die Pestizidverordnung 1107/2009 sondern die Biozid-Verordnung 528/2012 gilt. Dabei kann ein "mögliches Risiko für Honig- und Wildbienen" durch die Anwendung von Fipronil in Haus und Garten laut österreichischer Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nicht ausgeschlossen werden.
Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin von GLOBAL 2000, hält dazu fest: "Dass Bienengifte, deren Anwendung in der Landwirtschaft verboten wurde, im privaten Bereich weiter verwendet werden, ist absolut inakzeptabel. Landwirtschaftsminister Rupprechter ist gefordert, diese Gesetzeslücke zu schließen und das Inverkehrbringen von fipronilhältigen Produkten per Verordnung zu verbieten, sowie sich für eine europäische Regelung einzusetzen."
Fipronilhältige Ameisenmittel dürfen laut Hersteller im und am Haus, auf Terrassen und Wegen angewendet werden. Dazu Novak: "Fipronil ist hochgiftig für Bienen, Vögel und Fische. Aus der Produktkennzeichnung ist nicht ersichtlich, dass eine Verwendung im Garten nicht erlaubt ist, und daher ist nicht auszuschließen, dass die Mittel unsachgemäß - also auch im Garten wo Ameisennester hauptsächlich anzutreffen sind - angewendet werden. Auch für den Menschen ist der Wirkstoff äußerst problematisch. Ein Gramm von dem Pulver (entspricht einem Teelöffel), das zum Beispiel in der Küche ausgestreut wurde, kann bei einem Kind bereits gesundheitliche Beschwerden auslösen."
Bis gesetzliche Verbote auch für fipronilhältige Biozide umgesetzt sind, appelliert GLOBAL 2000 an den Handel, auf den Verkauf dieser für Mensch und Bienen gleichermaßen giftigen Produkte zu verzichten. Naturliebhabern empfiehlt GLOBAL 2000 gänzlich auf chemisch-synthetische Bekämpfungsmittel zu verzichten und stattdessen auf bewährte, natürliche Hausmittel wie Backpulver oder Essigwasser zu setzen.



Der GLOBAL 2000-Einkaufstest

Fipronil ist in circa 20 Prozent der Ameisenbekämpfungsmittel enthalten. Gefunden wurde der Wirkstoff in Produkten der Marken "Nexa Lotte" und "Celaflor", und zwar in Ameisenmittel, Ameisenköder und Ungezieferköder. GLOBAL 2000 hat alle Geschäfte, bei denen wir fündig wurden, auf diese Hintergründe hingewiesen und empfohlen, die Produkte aus dem Verkauf zu nehmen. Dies sollte v.a. im Hinblick auf die Fülle von Alternativen, die zu dem Wirkstoff Fipronil vorhanden sind, keine Schwierigkeit darstellen. Erfreulicherweise haben einige Geschäfte sofort reagiert, wie beispielsweise die Gärtnerei Starkl, die bereits alle Bestände aus dem Verkauf genommen hat. Andere wollen zumindest mittelfristig ihr Sortiment umstellen. Negativ aufgefallen ist der Drogeriemarkt dm, der das Produkt trotz unserer Warnungen nicht aus dem Verkauf nehmen will. Die Hälfte aller untersuchten Geschäfte führten keine fipronilhaltigen Produkte im Sortiment.

Detaillierte Infos zum Einkaufstest unter www.global2000.at/bienengiftiges-fipronil-als-ameisenmittel

Rückfragen & Kontakt:
GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Mag. Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Pestizid-Expertin: Dr. Waltraud Novak, Tel.: 0699/14 2000 29, E-Mail: waltraud.novak@global2000.at

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150325_OTS0051/gesetzesluecke-bienengiftiges-fipronil-als-haushaltspestizid-frei-erhaeltlich

DM listet Ameisenköder mit bienengiftigem Fipronil aus
2.4.2015


Alternative mit natürlichen Wirkstoffen soll bisheriges Produkt ersetzen

Wien - In einem Schreiben, dass diese Woche an die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 erging, kündigte die österreichische Drogeriemarktkette DM an, den Ameisenköder Nexa Lotte auszulisten. Der Platz im Regal wird durch eine entsprechende Alternative mit natürlichen Wirkstoffen ersetzt.

Dem vorangegangen war, dass GLOBAL 2000 letzte Woche auf eine Gesetzeslücke aufmerksam gemacht hatte: Bienengiftiges Fipronil ist trotz EU-Verboten für landwirtschaftliche Anwendungen noch immer als Haushaltspestizid, in Insektenvernichtungsmitteln, frei erhältlich. Im letzte Woche veröffentlichten Einkaufstest zeigte sich, dass Fipronil in circa 20 Prozent der Ameisenbekämpfungsmittel enthalten ist und fipronilhaltige Ameisenmittel in Drogeriemärkten, im Lebensmitteleinzelhandel, in Baumärkten und Gartencentern verkauft wurden – u.a. auch bei der Drogeriemarktkette DM. Helmut Burtscher, Umweltchemiker bei GLOBAL 2000, stellte dazu fest: „Die Auslistung durch DM ist ein positiver Schritt. Denn gerade wenn eine gesetzliche Lösung noch dauert, kann der Handel und jeder Konsument im Sinne der Umwelt voraus gehen. Schließlich stellt Fipronil laut Bewertung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA ein 'inakzeptables Risiko für Bienen' dar. Und laut österreichischer Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) kann ein 'mögliches Risiko für Honig- und Wildbienen' durch die Anwendung von Fipronil in Haus und Garten nicht ausgeschlossen werden.“

Fipronil wurde wegen seiner Bienengiftigkeit von der EU in der Landwirtschaft weitgehend verboten. GLOBAL 2000 fordert nun, dass EU-Verbote für Fipronil auch für Haus und Garten gelten. Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter ist gefordert, auf EU-Ebene dafür einzutreten, dass diese Gesetzeslücke so bald als möglich geschlossen wird.

Anstatt bienengiftigen Insektenvernichtungsmitteln können in Haus und Garten auch bewährte natürliche Hausmittel eingesetzt werden - wie Backpulver oder Essigwasser.

Gefunden in: www.oekonews.at/index.php

EuGH-Urteil: Gerichtshof kippt Saatgut-Monopol




Bauern dürfen Saatgut künftig selbst verkaufen - auch wenn es amtlich nicht zugelassen ist. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden und damit die Macht der großen Agrarkonzerne gebrochen. Landwirte jubeln: "Ein unglaublicher Sieg für Bauern und Verbraucher."

Luxemburg - Europas Bauern dürfen selbst Saatgut aus alten, amtlich nicht zugelassenen Pflanzensorten herstellen und vermarkten. Die umstrittene EU-Richtlinie verbiete dies nicht, entschied nun der Europäische Gerichtshof (EuGH). Das Urteil hat eine große Bedeutung für Verbraucher, Landwirte und Agrarindustrie.

Denn künftig dürfen Bauern ihre alten Gemüse- oder Getreidesorten auch dann anbauen, wenn industrielle Saatguthersteller sie nicht mehr anbieten. In Deutschland machte vor Jahren der Fall der Kartoffelsorte Linda Schlagzeilen. Diese wurde vom Hersteller aus dem Saatgutregister genommen, weil die Firma verhindern wollte, dass die Landwirte die Sorte lizenzfrei nutzen. Bauern und Verbraucher beschwerten sich über das Verschwinden der beliebten Sorte. Mit dem Urteil des EuGH wäre ein solcher Fall künftig nicht mehr möglich. Denn jeder Bauer kann nun die gewünschte Sorte anbauen und vertreiben.
"Das Urteil ist ein fast unglaublicher Sieg für Landwirte, die Artenvielfalt und den Verbraucher", sagte Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf SPIEGEL ONLINE. Er ist Chef der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und ehemaliger Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Vor Jahren habe er der Kommission eine Ausnahme abgerungen, wonach kleine Anbieter von Nutzsaatgut von der Anmeldepflicht befreit sind. Diese Ausnahme habe der EuGH nun zur Regel gemacht. "Das ist ein großer Erfolg im Kampf David gegen Goliath", so Graefe zu Baringdorf.

67 Prozent des weltweiten Saatguts werden von Konzernen wie Bayer, Monsanto und Syngenta kontrolliert.*) Da die Zulassung aufwendig und teuer ist, können sich dies meist nur große Unternehmen leisten. Kleine Firmen tun sich schwer. Im Ausgangsfall war ein bäuerliches Netzwerk, die Initiative Kokopelli, von einem industriellen Hersteller auf 50.000 Euro Schadensersatz verklagt worden, weil die Bauern mit amtlich nicht zugelassenem Saatgut handelten. Nach der Saatgutrichtlinie der Europäischen Union müssten im Normalfall alle Sorten, die in den Handel kommen, in einem teuren Verfahren zugelassen und in einem amtlichen Register eingetragen werden. *) Das sind die "Schädlingsbekämpfer"!!!
Bäuerliche Saatgut-Netzwerke wie die Initiative Kokopelli erfüllen diese Voraussetzungen für die Zulassung ihrer alten Sorten zwar nicht. Doch der Verkauf dieser Sorten werde von der umstrittenen Richtlinie nicht ausgeschlossen, heißt es im Urteil.


Quelle: Spiegel online.de

Faulbrutsperrgebiete aufgehoben


Liebe Mitglieder,

seit dem 04. September 2014 sind nun alle Faulbrutsperrgebiete,
die unsere Gemeinde betroffen haben, von der BH Schärding
aufgehoben worden. Damit gelten keine Einschränkungen mehr.

Hoffen wir, dass diese Plage nun ausgemerzt ist.

Der Vorstand.

Ferienpass 2014


JUGEND-IMKERSPIELE 2014 - Erfolgreiche Premiere !


Am 13.08.2014 nahmen 21 Jugendliche bei den ersten
Freinberger Jugend-Imkerspielen teil.
An sechs Stationen bewiesen alle Teilnehmer ihr
beachtliches Wissen über Wald, Tiere und Pflanzen. Auch beim
Sackhüpfen bewiesen alle ihre Geschicklichkeit.

Den Abschluss bildete die Siegerehrung mit einem verdienten
gemeinsamen Mittagessen.

Wir hoffen, es hat allen viel Spass gemacht, und freuen uns bereits
auf das nächste Jahr !

Vielen Dank an alle Jugendlichen für die Teilnahme und an alle
Helferinnen und Helfer !



Ergebnis:

1. Platz: Gruppe Pink Biene

Mitglieder: Watzinger Helena, Anetzberger Lukas, Kasbauer Fiona,
Pichler Nina, Kasbauer Anna, Angelika Meindl, Zweckinger Simon

2. Platz: Gruppe Honeyloops

Mitglieder: Gabauer Kornelia, Holzapfel Tobias, Zweckinger Fabian,
Geier Lena, Friedl Verena, Beham Madlen, Sommergruber Emely

3. Platz: Gruppe Haribo

Mitglieder: Lukas Oberauer, Pichler Manuel, Meindl Manuela, Schachner Maria, Watzinger Simon, Kasbauer Andrea, Winkler Vanessa

Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer !


Ein Bericht über die Spiele ist auch auf meinbezirk.at erschienen.

http://www.meinbezirk.at/freinberg/chronik/freinberger-ferienpass-2014-imkerverein-veranstaltete-erste-jugend-imkerspiele-d1057321.html

HONIG ALS MEDIZIN



Das „süße Gold“ wirkt entgiftend, entzündungshemmend, wundheilend und leistungsfördernd.


Langsam verteilt der Masseur Honig auf seinen Händen. Sanft legt er sie auf den Körper des Patienten, hebt sie ab, um sie an anderer Stelle erneut zu platzieren. Was sich so harmlos anhört, hält der Mensch nicht lange aus. „Nach spätestens zehn Minuten kann es etwas weh tun, denn die Oberhaut wird durch den klebenden Honig von der Unterhaut abgehoben. So werden Giftstoffe aus dem Körper gezogen“, sagt der Linzer Allgemeinmediziner und Experte für Traditionelle Europäische Medizin (TEM) Martin Spinka. Die Honigmassage als reinigende Frühjahrskur kann er „nur empfehlen“.

Die Anwendung des 4000 Jahre alten, überlieferten Wissens, dass Bienenprodukte zu Heilzwecken eingesetzt werden können, erlebt eine Renaissance. „Es gibt viele neue Fans, weil die Hiobsbotschaften über Bienensterben durch Spritzmittel oder Milben die Bienen und ihre Produkte wieder bekannter machen“, sagt Spinka. Auch die Forschung beschäftigt sich im Kampf gegen antibiotikaresistente Keime verstärkt mit Honig. So berichtete Susan Meschwitz von der Salve Regina University in Newport, USA, dass Honig Stoffe enthält, die die Zusammenrottung der Bakterien zu Schleimfilmen verhindert. Das könne ein neuer Ansatz sein, um Krankheitskeime zu bekämpfen.

Derzeit wird Honig in vielen Krankenhäusern zur Wundheilung eingesetzt, etwa bei Patienten, die sich wundgelegen haben. „Bei Wunden von Diabetikern, die auch mit Nerven- und Gefäßschädigungen einhergehen, hilft Honig auch. Aber er ist kein Wundermittel. Am besten wirkt er bei Menschen, die noch kleine Wunden haben“, sagt der Linzer Mediziner.

Der süße Alleskönner hat auch innerlich angewandt viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Der Aspekt des Süßen bedeutet laut Spinka in der Traditionellen Europäischen Medizin etwas Nährendes: „Es ist ganz natürlich, dass Kinder etwas Süßes wollen, weil sie spüren, dass das den Menschen aufbaut.“ Am besten als Medizin geeignet sei regionaler Honig. „Honig wirkt an sich, nicht die einzelnen Wirkstoffe. Sonst hätte man sie separiert und würde sie als Medikament anwenden“, sagt der TEM-Experte.

Honig enthält neben verschiedenen natürlichen Zuckerarten auch Mineralstoffe, Vitamine sowie stoffwechselfördernde Enzyme und besitzt antibakterielle Wirkung. „Bienengiftallergiker haben normalerweise kein Problem mit Honig, so wie Pollenallergiker auch kein Problem mit Heuwickeln haben“, sagt Martin Spinka. Die Bienen haben aber noch viel mehr an gesundheitsfördernden Produkten zu bieten als das „süße Gold“.

1. Propolis ist das Kittharz der Bienen. Im Bienenstock dient es zum Abdichten und zur Abwehr von Bakterien und Pilzen. Es wirkt desinfizierend und immunabwehrstärkend, etwa als Grippevorbeugung. Propolis gibt es in Form von Tinkturen, Lutschtabletten, Mundwasser und Cremen. Es besteht in erster Linie aus harzigen Pflanzenstoffen von Knospen und Bäumen und ist mit Pollen, Wachs und Öl vermischt.

2. Gelee Royale ist der Futtersaft, mit dem die Honigbienen ihre Königinnen aufziehen. Die Substanz enthält unter anderem Kohlenhydrate, Eiweiß, B-Vitamine und Spurenelemente. „Es hat in der Kosmetik hohe Bedeutung, etwa als Inhaltsstoff von Gesichtscremen. In der Medizin würde ich es nicht überbewerten“, sagt Spinka. Der Verzehr von Gelee Royale kann, insbesondere durch seinen Anteil an Proteinen und Aminosäuren, zu allergischen Reaktionen führen.

3. Bienengift: Pharmakologisch ist Apitoxin, wie Bienengift in der Medizin genannt wird, das wirksamste Bienenprodukt. Die Anwendung erklärt Spinka: „Menschen setzen sich die Biene an einem bestimmten Punkt an und lassen sich stechen.“ Aber nicht irgendwohin: Die Traditionelle Europäische Medizin kennt 500 sogenannte Reflexpunkte, um 200 mehr, als es Akupunkturpunkte in der Traditionellen Chinesischen Medizin gibt. Wenn an einem Reflexpunkt ein Reiz durch einen Bienenstich gesetzt wird, wirkt das mehr als nur lokal. So gibt es Punkte, die gegen Kopfweh oder Bauchschmerzen wirken. Bienengift wird auch zum Beispiel bei Rheuma, Multipler Sklerose, Erkrankungen des Nervensystems oder Ohrenentzündungen eingesetzt.

4. Bienenwachs enthält viele Vitamine und Proteine. Bienen „schwitzen“ Wachs in Form von kleinen Plättchen aus ihrem Körper. Es wird häufig als Grundstoff für Salben und Lippenstifte benutzt.


Die Heilkunst der Bienen für die Gesundheit nutzen

In einer von der EU geförderten Ernährungsstudie wurde die Wirkung von Honig unter anderem auf das Immunsystem, das Schlafverhalten und das Wohlbefinden des Menschen untersucht.

Honig senkt Belastung mit Freien Radikalen

Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Absenkung der Belastung mit Freien Radikalen. Das sind Stoffe, die an der Entstehung vieler Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, Arteriosklerose, Nervenleiden, Nieren-, Leber- und Lungenschäden beteiligt sein sollen.

Wer Honig isst, schläft besser

36 Prozent der Honig-Testesser klagten vor der Studie über eine schlechte Nachtruhe. Während der achtwöchigen Honigeinnahme konnten deutlich mehr Personen gut schlafen als vorher.

Honig verbessert die Verdauung

Während der Testphase verbesserte sich die Verdauung der Probanden deutlich. Zurückzuführen sei diese Wirkung auf die Honiginhaltsstoffe Fruchtzucker, Kalium und Pollen, welche die Darmtätigkeit anregen sollen.

Honig vertreibt Kopfschmerzen

Das liegt an der Wirkung auf den Serotoninspiegel. Honig steigert den Serotoningehalt, Schmerzen werden gelindert.



Honigrezepte

Honig wirkt laut dem Linzer TEM-Experten Martin Spinka auch auf die Psyche. Er nennt ein Rezept, „das düstere Gedanken vertreibt“:


Sirup gegen Melancholie:

Zubereitung: Zwei Teile Honig mit je einem Teil Weißwein und Essig aufkochen. Dann bildet sich Schaum auf der Oberfläche, der abgeschöpft werden soll. Übrig bleibt ein Sirup.

Anwendung: Der Patient sollte jeden Tag ein bis zwei Kaffeelöffel davon einnehmen. Auch bei Depressionen kann der Sirup hilfreich sein.


Glättende Gesichtsmaske:

Zubereitung: Ein Eiklar sehr steif schlagen, zehn Tropfen Zitronensaft sowie einen Teelöffel Honig in den Schnee geben. Maske auf Stirn, Kinn und Wangen auftragen. Nach zehn Minuten mit lauwarmem Wasser entfernen. Noch drei kalte Kompressen als Krönung für das schnelle Lifting auflegen.



Zahlen und Daten

1,2 Kilo Honig konsumiert jeder Österreicher pro Jahr. Dafür muss eine Biene mindestens 100.000 Ausflüge aus dem Stock machen.

80 Prozent der Nutzpflanzen werden durch den Besuch einer Biene bestäubt.

7000 Imkerinnen und Imker sind in Oberösterreich mit ihren Bienen für Artenvielfalt und fruchtbare Vegetation in unserem Land verantwortlich.

20 Prozent des Honigs bestehen aus Wasser und zudem aus den Zuckerarten Fructose (Fruchtzucker, 27 bis 44 %) und Glucose (Traubenzucker, 22 bis 41 %), sowie aus Fermenten und Mineralstoffen. Ebenso sind in Honig Pollen und geringe Spuren von Wachsteilchen enthalten.



Artikel aus: OÖ. Nachrichten, Sabine Novak 30.04.2014




































































































Rettet die Blumenwiesen !

Bienenweiden von Dr. Karan
Bienenweiden von Dr. Karan

Machen Sie mit bei der Unterschriftenaktion!

Blühende Blumenwiesen sind auch für unsere Bienen ein wichtiger Teil eines breiten Nahrungsangebotes. Leider werden sie durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer seltener.



Frau Waltraud Müller (Bio Austria) im Namen aller Österreichischen Naturschutz- und Umweltorganisationen:

Geht es nach Plänen des Umweltministeriums, soll für Blumenwiesen nur noch etwa ein Viertel der bisherigen Basisförderung fließen. Umweltschützer schlagen Alarm.
Wertvolle Naturlandschaften könnten verschwinden Die beabsichtigte Förderungs-Kürzung für die Bewirtschaftung dieser artenreichen Blumenwiesen ist ein Anschlag auf die Artenvielfalt.

So werden nicht nur die bunten Blumen, sondern auch die Bienen, Schmetterlinge, Wiesenvögel und viele andere verschwinden, manche für immer!
Naturschutzorganisationen starteten deshalb eine Unterschriftenaktion, bei der schon mehr als 13.000 Unterschriften gesammelt wurden.
Wer sich an dieser Aktion beteiligen will, findet hier nähere Informationen und die Möglichkeit zu unterschreiben:

http://www.rettet-die-blumenwiesen.at


Quelle: OÖ.Landesverband

Vereinspreis 2013


Wir haben einen Anerkennungspreis bei der Vereinspreisverleihung am 18.Nov. 2013 in Linz gewonnen !

Die OÖ. Vereinsakademie schreibt alle zwei Jahre den Vereinspreis aus. Dabei werden in vier Kategorien für besonders innovative und kreative Projekte je Sparte ein Hauptpreis und zwei Anerkennungspreise vergeben.

Wir konnten in der Sparte "Vereinsleben" einen Anerkennungspreis gewinnen - dies bedeutet neben der hohen Auszeichnung auch eine finanzielle Unterstützung in Höhe von € 200,- für die Vereinskassa.

Am 18. November durften sieben Mitglieder unseres Vereins (Jungreithmayr Bernhard, Ellinger Georg, Gabauer Josef, Kasbauer Johann, Schraml Karl, Söllwagner Josef und der Obmann) in Begleitung von Bürgermeister Anton Pretzl und Vizebürgermeister Ortanderl Erwin bei der rundum gelungenen Veranstaltung diese Auszeichnung entgegennehmen.

Eine hohe Auszeichnung für unseren Verein und die ganze Gemeinde Freinberg !!

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Gemeinde Freinberg, beim Hr. Bürgermeister, Vizebürgermeister, allen Gemeinderäten und Fraktionen, den Mitarbeitern der Gemeinde, besonders Amtsleiter Stadler Franz als Verantwortlichen für die Forsthausrenovierung, ohne deren Unterstützung die Umsetzung des Projekts überhaupt nicht möglich gewesen wäre.

Unser herzlicher Dank gilt auch allen Bürgern und Bürgerinnen, besonders den Kindern und Jugendlichen der Gemeinde Freinberg, die uns durch die Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen unterstützt haben oder durch ihr Interesse und ihre Offenheit der Imkerei gegenüber den Bienen und dem Verein einen besonderen Dienst erwiesen haben.

Diese Auszeichnung gilt nicht nur unserem Verein, sondern symbolisch allen Vereinen in Freinberg - Jeder Verein ist wichtig und verdient diese Anerkennung für den freiwilligen Dienst an der Gemeinschaft in unserer Gemeinde.


http://www.meinbezirk.at/freinberg/chronik/imkerverein-freinberg-gewinner-bei-vereinspreis-2013-d763431.html

Jahresabschluß 2013


Jahresabschlußfeier am 6. Dezember 2013

Wir beginnen die Feier mit der Hl. Messe zu Ehren unseres Schutzpatrones,
des Hl. Ambrosius und aller verstorbenen Mitglieder um 19.00 Uhr in der
Pfarrkirche in Freinberg.

Anschließend treffen wir uns um ca. 19.30 Uhr im Gasthaus Weinbeißer und
lassen das Jahr gemütlich ausklingen.

Themen:

Jahresrückblick 2013
Abschluß des Schnupperjahres mit Überreichung der Urkunden
Aufnahme der neuen Jungimker/in in unseren Verein
JHV 2014
Kurse der Imkerschule
Förderungen 2014

An alle Mitglieder und Schnupperimker/in ergeht noch eine
schriftliche Einladung.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen.

Der Vorstand

Von der Blüte zum Honig


"Von der Blüte zum Honig - Wie die Bienen den Honig machen"

Am 14. August haben wir die Veranstaltung unter Beteiligung von 21 Jugendlichen durchgeführt:

Der Tag begann mit einem Honigbrotfrühstück. Danach erklärte der Obmann, wie aus dem Nektar der Blüten die Bienen den Honig erzeugen - das anschließende Kreuzworträtsel wurde mit Bravour von allen gelöst. Nach der Theorie übten alle dann die Praxis im Honig-Schleudern - einige Rähmchen wurden von den begabten Jugendlichen entdeckelt und dann in der Honigschleuder der frische Honig gewonnen.

Mit dem frischen Honig gestärkt, absolvierte man das Honigträgerspiel. Um zu verdeutlichen, welche Leistungen die Bienen erbringen, nur um ein Kilogramm Honig zu erzeugen, mussten die Jugendlichen mit kleinen Schnapsgläsern so viel Wasser wie möglich in fünf Minuten in einem Eimer sammeln. Die Siegergruppe erreichte dabei beachtliche 1,6 Liter !

Nach dem Spiel widmeten wir uns dem Verhalten bei den Bienen und der richtigen Reaktion bei einem Bienenstich.

Im Lehrstand sahen wir dann noch eine Folge der Biene Maja an und dann ging´s per Auto oder Fahrrad zum Weinbeißer Wirt, wo die Jugendlichen die wohlverdienten Pommes mit erfrischendem Getränk erwarteten.
Bei dieser Gelegenheit wurde dann der Jugend-Imkerpass und ein kleines Geschenk überreicht.


Wir möchten uns bei allen Jugendlichen sehr herzlich für die Teilnahme, das grosse Interesse und euren tollen Einsatz bedanken -
es war ein sehr schöner Tag !

Wir freuen uns bereits auf eure Teilnahme im nächsten Jahr !



Der Vorstand.












Tag der offenen Tür am Bienen-Lehrstand


Am 16. Juni haben wir gemeinsam mit dem Kulturkreis Freinberg den Tag der offenen Tür am Bienen-Lehrstand veranstaltet. Über 100 interessierte Bürger/innen aus der Gemeinde und auch von Auswärts haben dabei den neuen Lehrstand und das Forsthaus besichtigen können.

Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben !

Besonders bedanken wir uns bei allen Besuchern/innen, durch deren großzügige Unterstützung wir den Reinerlös aus dem Verkauf der Bienenprodukte in Höhe von € 250,-, den hochwassergeschädigten Bürgern/innen der Gemeinde spenden konnten. Der Betrag wurde heute (17.06.13) auf das von der Gemeinde eingerichtete Konto eingezahlt.

Vielen Dank !

Einige Impressionen:


Herbizideinsatz Weltweit eine Bedrohung für die Landwirtschaft


Wenn Unkrautvernichtungsmittel nicht mehr die gewünschte Wirkung haben dann ist das auf eine Resistenzbildung zurückzuführen.>> weiterlesen

herbizidresistenz.doc [33 KB]


Bienen lösen mathematisches Problem schneller als Computer


"London/ England

Obwohl sie nur über ein Hirn von der Größe eines Grassamens verfügen, lösen Honigbienen das mathematische ´Problem des Handelsreisenden´ schneller als Computer, die zu dessen Lösung oft mehrere Tage benötigen.

Das im Englischen als ´Traveling Salesman Problem´ (TSP) bezeichnete Problem besteht darin, eine möglichst kurze Reihenfolge für den Besuch mehrerer Orte zu wählen. Besagte Honigbienen lernen in erstaunlich kurzer Zeit, die kürzeste Route zwischen zufällig gefundenen Blüten zu finden.

Wie Forscher um Dr. Nigel Raine von der ´Royal Holloway's School´ an der ´University of London´ in der kommenden Ausgabe des Fachmagazins ´The American Naturalist´ berichten, lösen Computer das Problem durch den Vergleich der Streckenlängen aller möglichen Routen, um dann schlussendlich die kürzeste Gesamtstrecke zu wählen.

"Bienen auf der Futtersuche lösen das 'Problem des Handelsreisenden' jeden Tag", erläutert Raine. "Sie besuchen dabei Blüten an verschiedenen und zahlreichen Orten. Weil ihr Flug viel Energie verbraucht, finden sie täglich eine Route, die die Flugstrecke auf ein Minimum reduziert."

Mittels einer Computersimulation von Blüten haben die Forscher das Verhalten von Bienen untersucht und dabei die Abfolge der angeflogenen Blüten studiert. Das Ergebnis belegt, dass die Insekten - nachdem sie die Futterquellen einmal entdeckt haben - die jeweils kürzeste Route zwischen den Blüten in erstaunlich schneller Zeit auswählen.

Diese Erkenntnis, so der Wissenschaftler, habe auch Bedeutung für die Welt des Menschen, da auch unser modernes Leben von Netzwerken wie Verkehrsfluss, Internetinformationen und Versorgungsketten abhängig ist: "Wenn wir verstehen, wie die Bienen dieses Problem trotz ihrer winzigen Gehirne und ohne Computer lösen, können wir auch unsere Organisation alltäglicher Netzwerke verbessern, ohne aufwendige Computerberechnungen aufwenden zu müssen" (N.N., 2010, s.p.).

Quelle: N.N. (2010): Bienen lösen mathematisches Problem schneller als Computer.
At: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com/2010/10/bienen-losen-mathematisches-problem.html (8. 12. 2011).



Ängstliche Riesen. Bienen verjagen Elefanten



Schon beim Summen von kleinen Bienen machen sich Elefanten schleunigst aus dem Staub, denn die grauen Riesen haben panische Angst vor den Insekten. Das nutzen afrikanische Bauern in Kenia, um sie von ihren Dörfern fernzuhalten.

An den Abend des 29. August 2007 sollte sich Felix Mathenge noch lange erinnern. Es war gegen 22 Uhr, als das Unheil über seine kleine Farm im kenianischen Laikipia-Distrikt hereinbrach. Eine Gruppe von 18 Elefanten hatte beschlossen, dass auf dem Maisfeld des Bauern genau die richtige Mahlzeit für ihre hungrigen Mägen wuchs. Wie eine Naturgewalt walzte die Herde über den Acker, fraß und zertrampelte den Großteil der Pflanzen. Erst die herbeigerufene Polizei konnte die Tiere schließlich in die Flucht schlagen, indem sie etliche Male in die Luft schoss. Achtzig Prozent seiner Maisernte hatte Felix Mathenge an diesem einen Abend verloren.

Lucy King, die für die Elefantenschutzorganisation "Save the Elephants" in Nairobi arbeitet, hat solche Berichte über plündernde Dickhäuter in den vergangenen Jahren immer wieder gehört. Für ihre Doktorarbeit an der Universität Oxford hat sie untersucht, wie sich solche für Mensch und Tier gefährlichen Zusammenstöße verhindern lassen – und kommt dabei zu einem verblüffenden Ergebnis. Gegen aufdringliche Elefanten kann demnach ein summender Verbündeter helfen: die Afrikanische Honigbiene Apis mellifera scutellata.

Diese Idee hat auch Fachleute der UN-Konvention zum Schutz wandernder Tierarten überzeugt. Auf der zehnten Mitgliedsstaatenkonferenz der Konvention, die kürzlich im norwegischen Bergen stattfand, wird Lucy King mit dem Thesis Award für die beste Arbeit zum Thema wandernde Tierarten ausgezeichnet. Menschen und Elefanten treffen sich häufigerElefanten und Menschen geraten in etlichen Regionen Afrikas heute häufiger aneinander als in früheren Jahrzehnten. Denn zum einen haben sich die Elefanten vielerorts zumindest ein wenig von den Wilderei-Exzessen der 1970er und 1980er Jahre erholt. Gleichzeitig aber schrumpft ihr Lebensraum, weil die wachsende Bevölkerung immer größere Teile davon für sich beansprucht. "Die Tiere müssen in einer dicht besiedelten Welt voller Menschen und Infrastruktur, Felder und Vieh zurechtkommen", erläutert Lucy King.

So hat Kenia zwar ein durchaus beeindruckendes Netz von Schutzgebieten eingerichtet. Doch Elefanten sind Wanderer, die auf der Suche nach Wasser und Futter immer wieder die Grenzen dieser Refugien überschreiten. Und wenn sich so eine Herde über die Felder eines Kleinbauern hermacht, kann das die gesamte Existenz seiner Familie bedrohen.

Die grauen Riesen von ihrem Zerstörungswerk abzuhalten, ist allerdings gar nicht so einfach. Um die Felder gezogene Steinwälle oder Umfriedungen aus Dornengestrüpp durchbrechen sie oft, und selbst Elektrozäune bieten nicht immer Schutz: "In Kenia funktionieren die oft nicht, weil die Elefanten zum Beispiel die Zaunpfähle umwerfen oder den Draht mit den Stoßzähnen abreißen", berichtet Lucy King.

Daher haben sich etliche Verhaltensforscher in den vergangenen Jahren mit der Frage beschäftigt, was die Dickhäuter alles nicht leiden können – in der Hoffnung, eine einfache, preisgünstige und wirksame Abschreckungsmethode zu finden.

Krach machen ist zum Beispiel eine naheliegende Idee. Das Problem ist nur, dass sich Elefanten von Trommeln, Feuerwerkskörpern und anderen Angriffen auf ihre Ohren meist nicht lange beeindrucken lassen. Schon nach ein paar Wochen haben sie die Geräusche als ungefährlich erkannt und nehmen ihre Plünderungen wieder auf.

Bessere Erfahrungen haben Loki Osborn und Guy Parker vom Mid-Zambezi Elephant-Project in Simbabwe mit dem beißenden Rauch verbrennender Chili-Schoten gemacht: "Daran haben sich die Tiere lange nicht so schnell gewöhnt wie an Lärm", erinnert sich Guy Parker. Chili scheint den empfindlichen Rüssel der Tiere so stark zu reizen, dass sie lieber einen Bogen darum machen. Inzwischen haben die Projektmitarbeiter aus den scharfen Schoten daher eine ganze Palette an Abwehrmitteln entwickelt. Bauern können Chili-Spray auf die vierbeinigen Plünderer sprühen, Chili-Dung-Briketts verbrennen oder Chili-Öl auf die Zäune um ihre Felder schmieren.


Insekten machen Elefanten nervös



Größer Schon im Jahr 2002 hatten Fritz Vollrath und Iain Douglas-Hamilton, die ebenfalls an der Universität Oxford und für Save the Elephants arbeiten, eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Akazienbäume mit bewohnten oder leeren Bienenstöcken schienen vor den Attacken hungriger Elefanten bestens geschützt zu sein. Und etliche Bauern und Safari-Guides konnten auch von Episoden erzählen, in denen die Elefanten vor Bienenschwärmen Reißaus genommen hatten. Konnte man die Insekten also vielleicht auch als Wächter für Felder einsetzen?

Um das herauszufinden, hat Lucy King zunächst die Reaktion der grauen Riesen auf die Insekten getestet. Dazu hat sie das Summen gereizter Bienen auf Band aufgenommen und es Elefanten-Familien in zwei Schutzgebieten im Norden Kenias vorgespielt. Und tatsächlich: In 30 der 32 getesteten Gruppen begannen die insgesamt 250 Tiere, Staub aufzuwirbeln und heftig den Kopf zu schütteln – womöglich, um vermeintlich angreifende Insekten loszuwerden. Dann zogen sie sich schleunigst zurück und brachten einen Abstand bis zu hundert Metern zwischen sich und das bedrohliche Geräusch.

"Ich habe oft beobachtet, dass sogar andere Elefanten aus den Büschen auftauchten und sich der flüchtenden Familie anschlossen", erinnert sich Lucy King. Inzwischen weiß sie auch, woran das liegt. Nämlich an einem ganz speziellen grollenden Geräusch, das die zurückweichenden Tiere ausstoßen. Als Lucy King Aufnahmen von diesen tiefen Tönen anderen Elefanten vorspielte, reagierten diese ebenfalls wie von der Biene gestochen: Staub aufwirbeln, Kopfschütteln, Rückzug. Dabei war weit und breit kein Insekt in der Nähe.

Offenbar gibt es unter den Dickhäutern also eine Art Bienen-Alarm, mit dem sie ihre Artgenossen warnen.

Ein Schwarm wütender Insekten ist schließlich auch für die Giganten der Savanne eine ernstzunehmende Gefahr. Die bis zu drei Zentimeter dicke und sehr widerstandsfähige Haut schützt zwar den größten Teil ihres Körpers vor Stichen. Doch hinter den Ohren, vor allem aber um die Augen und im Inneren des Rüssels hat auch ein Elefant Schwachstellen.

Lucy King kennt zum Beispiel den Fall eines Bullen in Tansania, der beim Fressen versehentlich ein Wildbienen-Nest an einer Akazie aufgebrochen hatte. "Die Bienen flogen ihm ins Gesicht und offenbar auch in seinen Rüssel, so dass er durchdrehte, schrie und laut trompetete", schildert sie das für den Elefanten zweifellos schmerzhafte Erlebnis. Bauern wollen Ernte schützenMöglicherweise müssen die Tiere aber gar nicht selbst gestochen werden, um Angst vor Bienen zu entwickeln. Vielleicht genügt es auch schon, wenn sie betroffene Verwandte beobachten. Oder sie lernen einfach nur vom Rest der Herde, dass man auf Summen am besten mit Flucht reagiert.

Jedenfalls lässt sich diese Reaktion nach Ansicht von Lucy King durchaus nutzen, um vierbeinige Plünderer abzuschrecken. Die Forscherin hat dazu einen speziellen Zaun aus mit Draht verbundenen Bienenstöcken entwickelt. Diese Anlage soll gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Der Bauer kann damit nicht nur seine Ernte schützen, sondern auch noch Honig für den Eigenbedarf oder zum Verkauf gewinnen. Erste Versuche auf 17 verschiedenen Farmen im Norden Kenias verliefen bereits vielversprechend. Innerhalb von zwei Jahren brach nur ein einziger Bulle durch einen solchen Bienenzaun, 13 Elefantengruppen aber trotteten nur auf die Barriere zu und machten dann kehrt.

Damit erwies sich die neue Methode als deutlich wirksamer als die traditionellen Umfriedungen aus Dornengestrüpp. Und während Felix Mathenge in jener fatalen August-Nacht seinen Mais in rupfenden Rüsseln und unter trampelnden Füßen verschwinden sah, blieben die von einem Bienenzaun geschützten Felder seines Nachbarn von unerwünschtem Besuch verschont.

Kerstin Viering, Berliner Zeitung - Nummer 294 - Freitag, 16. Dezember 2011
http://www.berliner-zeitung.de/natur/aengstliche-riesen-bienen-verjagen-elefanten,10808906,11313602.html

Österreichisches Imkereizentrum

EU-Gericht beschränkt Verkauf von "Gen-Honig"


"Honig mit Spuren gentechnisch veränderter Pflanzen dürfte bald aus den Supermarktregalen verschwunden sein.

Luxemburg

Lebensmittel, die auch nur geringste Rückstände wie Pollen von solchen Pflanzen enthalten, müssten vorher geprüft und zugelassen werden. Sonst dürfe die Ware nicht in den Handel gelangen, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg (Rechtssache C-442/09). Dies sei unabhängig von der Menge an Gen-Spuren in dem Produkt.

Im konkreten Fall ging es um Honig aus Bayern, der Pollen des gentechnisch verränderten Maises vom Typ MON 810 enthielt. Da dieser in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen ist, dürfe der Honig nicht mehr verkauft werden, schrieb der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nach dem Urteil. Imker könnten von Landwirten nun Entschädigung verlangen, wenn ihr Honig Spuren von Gentechnik enthalte, teilte das Bündnis zum Schutz der Bienen vor Agrogentechnik fest, das den Kläger unterstützt hatte. Klage eines Imkers. Hintergrund war die Klage eines Imkers aus Kaisheim in der Nähe von Augsburg gegen den Freistaat Bayern. Der Mann produzierte Honig sowie Nahrungsergänzungsmittel aus Pollen. Seine Bienenstöcke standen nur 500 Meter von einem Grundstück entfernt, auf dem der Freistaat zu Forschungszwecken gentechnisch veränderten Mais des Typs MON 810 anbauen ließ. Das Unternehmen Monsanto hatte 1998 die Genehmigung für den Anbau erhalten. Dieser Mais enthält das Gen eines Bakteriums, das Larven eines Parasiten abtötet.

2005 entdeckte der Imker in seinen Bienenstöcken und seinem Honig Pollen des Gen-Maises und ließ den Honig in einer Müllverbrennungsanlage vernichten. Den Freistaat verklage er auf Schadenersatz durch alle Instanzen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof verwies den Fall schließlich nach Luxemburg.

Das Urteil gilt als wegweisend. Vor allem Importhonige aus Nord- und Südamerika dürften betroffen sein, wo weitaus mehr Gentechnik-Pflanzen angebaut werden als in Europa. Der Richterspruch ist auch eine Schlappe für die EU-Kommission und Lobbygruppen der Agrarindustrie. Die EU-Kommission hatte argumentiert, der Honig bedürfe keiner Zulassung, weil Mais-Pollen ja zufällig und ohne menschliches Zutun in den Honig gelangt seien. Der Gerichtshof ist dagegen der Auffassung, dass es nicht darauf ankommt, ´ob der Pollen dem Honig absichtlich hinzugefügt oder zufällig eingetragen wurde.

Kein Handlungsbedarf in Österreich

Für Österreich ergibt sich aus dem Urteil kein akuter Handlungsbedarf, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). ´Die Urteilsbegründung liegt uns noch nicht vor.´ Als erstes seien die Juristen der EU-Kommission am Zug, diese müssen die rechtlichen Konsequenzen prüfen. Auswirkungen auf Honig aus Österreich seien nicht zu erwarten, ´es gibt in Österreich keinen Anbau gentechnischer veränderter Sorten und auch keinen Versuchsanbau´, so die AGES.

Jährlich werden von der AGES in- und ausländischer Honig u.a. auf Authentizität (handelt es sich um natürlichen, unbehandelten Honig?), Kennzeichnung, Rückstände und Kontaminanten wie Antibiotika oder Pflanzenschutzmittel untersucht. Eine Erhebung der Situation auf dem Honigmarkt und von Honigprodukten in Österreich betreffend GVO war bereits unabhängig von diesem Urteil im jährlichen Probenplan, den das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) herausgibt, eine Schwerpunktaktion ´Honig auf GVO´ für das Jahr 2012 ist geplant, so die AGES" (N.N., 2011,s.p.).

Quellenverzeichnis: N.N. (2011): EU-Gericht beschränkt Verkauf von Gen – Honig.
At: http://derstandard.at/1315005752102/Nach-Imker-Klage-EU-Gericht-beschraenkt-Verkauf-von-Gen-Honig (08.09.2011).



Das Bienensterben geht weiter


Sehr interessant und leider auch sehr aktuell - unbedingt ansehen!!
Michael Vogt im Gespräch mit Dr. Friedhelm Berger über den schleichenden Tod unserer Bienenvölker.

Leider sind bestimmte Tatsachen bezüglich des Bienensterbens beziehungsweise besser des Bienenvolksterbens selbst bei Imkern nicht bekannt. Sehr oft wird auch ein Schaden an Bienen oder Bienenvölkern nicht richtig erkannt, der Fehler beim Imker gesucht, wegen möglicher falscher Bienenvolkführung oder Behandlung gegen Krankheiten.

Die wenigsten Imker wissen aber, daß es sich um einen Faktorenkomplex handelt. Man muß das gesamte Bienenvolk mitsamt seiner Brut in den verschiedenen Entwicklungsstadien betrachten! Bienengefährlich ist nicht gleich Bienenvolkgefährlich! Leider gibt es noch immer unterschiedliche Kriterien in den verschiedenen EU-Staaten bei der Zulassung von Pflanzenschutz- oder Tierarzneimitteln. Hier regieren unverändert Industrieinteressen.

Leider wird überall nur auf bienengefährlich aber nicht auf bienenvolkgefährlich untersucht. In den meisten EU-Staaten ist ein Produkt dann bienengefährlich, wenn erwachsene Bienen in vorbestimmter Pflanzenschutzmittelkonzentration besprüht oder gefüttert werden und danach nach einer bestimmten Zeit mehr als 50 % der Bienen tot sind. Das heißt, wenn zum Beispiel in der 48. Stunde 49 % tot sind und die anderen restlichen 51 % in der 49. Stunde dann ist das Präparat nicht bienengefährlich (!). Welcher Landwirt würde es in Kauf nehmen, wenn fast 50 % seiner Nutztiere an den von ihm gespritzten Pflanzenschutzmitteln verenden würden?

Wenn Bienen im Feldversuch in ihrer Orientierung durch Präparate mit Verwirrungscharakter gestört werden und deshalb nicht in das Bienenvolk zurückfinden, so ist das Präparat nicht bienengefährlich. In manchen EU-Staaten kommen legal oder illegal Tankmischungen zum Einsatz und werden nicht überall extra als Präparat zugelassen. Die Mischung kann aber bienen- und bienenvolkgefährlich sein. Der Eintrag verschiedener Pflanzenschutzmittel von unterschiedlichen Feldern und zu unterschiedlichen Zeiten und die oft daraus entstandene Cocktailwirkung wird nirgends berücksichtigt! Der Eintrag kann dann aber im Ergebnis bienen- und bienenvolkgefährlich sein. Bienenvölker verhungern oft sofern nicht gewandert wird am Standplatz, weil unsere landwirtschaftlichen Flächen aufgrund von Herbizideinsatz eine Agrarsteppe sind.

Die Folgen sind schon so flächendeckend, daß Imker Hunderte von km wandern müssen, was aber wiederum nicht für die Gesamtheit der Bienenvölker ausreicht. Viele Imker wandern deshalb schon EU-weit und entwickeln sich zu Nomaden!

Weitere Informationen: www.umweltbund.de


Überraschender Effekt:

Mehr Blattläuse durch Insektizide


Mittel- und längerfristig wirkt sich der Einsatz von Insektiziden positiv auf die Blattlauspopulation aus. Chemische Pflanzenschutzmittel töten oder vertreiben indirekt die Feinde der Blattläuse - Öko-Felder schneiden am besten ab.

Größer Landwirte, die vorbeugend Insektizide gegen Blattläuse spritzen, erzielen damit nur kurzfristig einen Effekt. Auf längere Sicht tummeln sich auf ihren Äckern sogar mehr Läuse als auf unbehandelten Flächen. Das berichten Forscher vom Biozentrum der Uni Würzburg in der Zeitschrift PLoS One.

Biologen vom Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie wollten in ihrer Untersuchung herausfinden, wie steht es um die biologische Vielfalt auf unterschiedlich bewirtschafteten Triticale-Äckern steht. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Weltweit wird dieses Getreide immer öfter angebaut, denn auch auf schlechten Böden liefert es gute Erträge.

Beim Vergleich von konventionell bewirtschafteten Feldern, die entweder mit Insektiziden gespritzt wurden oder unbehandelt blieben, machte das Team rund um Jochen Krauss eine überraschende Entdeckung: "Der vorbeugende Einsatz von Insektiziden gegen Blattläuse kostet zwar Zeit und Geld, bringt aber nach unseren Ergebnissen keine Vorteile", fasst Krauss zusammen.

Die Wissenschafter haben fünf Triticale-Felder, die mit Insektiziden gegen Blattläuse gespritzt wurden, mit zehn unbehandelten Feldern verglichen. "Kurzfristig führte das Spritzen zwar zu einer Abnahme der Schädlingsdichte", sagt Krauss. "Aber nach vier Wochen fanden wir deutlich mehr Blattläuse als auf den ungespritzten Äckern. Das hat auch die Landwirte erstaunt, auf deren Feldern wir die Studie durchgeführt haben."

Insektizide gegen natürliche FeindeZwei mögliche Erklärungen liefern die Forscher für das Phänomen. Denkbar ist: Die Insektizide raffen auch Tiere dahin, die Blattläuse fressen, also Marienkäfer und die Larven von Flor- und Schwebfliegen. Weil die Feinde fehlen, können die Läuse sich besser wiederansiedeln und schneller vermehren als auf ungespritzten Flächen.

Möglich ist auch ein indirekter Effekt: Das Insektizid tötet nur die Läuse, woraufhin deren Feinde den Acker verlassen - schließlich finden sie dort jetzt kein Futter mehr. Endergebnis: Auch in diesem Szenario kann sich die Blattlaus-Population nach der Wiederbesiedlung besser erholen, weil die Feinde weg sind.
Öko-Felder schnitten am besten abAuf konventionellen Äckern, die nicht gespritzt werden, scheint also die Schädlingskontrolle durch natürliche Feinde besser zu funktionieren - dank der größeren biologischen Vielfalt auf diesen Äckern. Nochmals deutlich größer ist diese Vielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Feldern, wie die Würzburger Wissenschafter in PLoS One berichten.

Fünfmal so viele Pflanzenarten und 20 Mal mehr Arten von bestäubenden Insekten als auf herkömmlichen Feldern fanden die Forscher auf den 15 Öko-Äckern, die sie in ihre Untersuchung einbezogen hatten. Außerdem ermittelten sie dort die dreifache Menge von Blattlausfeinden - und fünf Mal weniger Blattläuse als auf konventionellen Feldern.

Quellenverzeichnis: N. N., Mehr Blattläuse durch Insektizide. At: http://derstandard.at/1304552351243/Ueberraschender-Effekt-Mehr-Blattlaeuse-durch-Insektizide (21.05.2011)


Achtung Lecanien-Alarm!

Alle Imker werden aufgefordert sich mit Honigtöpfen einzudecken! So oder ähnlich könnte eine reißerische Schlagzeile in einer Zeitung lauten.

Größer Tatsache ist, dass die Lecanien in meiner Umgebung (Pichl bei Wels, 430m) so stark auftritt, wie ich es noch nie zuvor beobachten konnte.

Bei der großen Lecanie habe ich schon am 21. April die ersten Tautropfen festgestellt. Auch die Kleine ist schon voll aktiv. Jeder Fichtenzweig den ich heute (2. Mai) beschaut habe, ist mit Lecanien besetzt. Unsere Bienen lässt dies aber noch ziemlich kalt. Sie sind auf die ergiebige Rapstracht eingeflogen, und zeigen für den Wald noch kein Interesse. Die Lecanie honigt jedoch sehr lange. Auch Stammmütter der "Grüngestreifte FRL" (mit Larven) konnte ich sichten (in der Krone von unserem Maibaum).

2010 setzte die Waldtracht ebenfalls schon sehr früh ein, und der Regen konnte der Lecanie nichts anhaben. Der extrem starke Lecanienbesatz ist auch für heuer vielversprechend.

WL IM Ernst Tiefenthaler
Landes-Trachtreferent



EU Kommission legt Bericht über die sozioökonomischen Auswirkungen des Anbaus von GVO.


BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch: Schlussfolgerungen von EU-Kommissar Dalli zu den sozioökonomischen Auswirkungen von Gentech-Pflanzen greifen viel zu kurz.
Pressemitteilung von BIO Austria sieht Bericht skeptisch: "Die Schlussfolgerungen der EU-Kommission zu den sozioökonomischen Auswirkungen des Anbaus von Gentech-Pflanzen greifen viel zu kurz", kommentiert BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch einen heute von Kommissar Dalli in Brüssel veröffentlichten Bericht in einer ersten Reaktion. "Es ist zwar positiv, dass die EU-Kommission sich endlich der Auswirkungen dieser Technologie auf die Gesellschaft annimmt, doch der Aufruf zu einer sachlicheren Diskussion klingt wie Hohn in den Ohren jener, die tagtäglich darum kämpfen, ihre Produkte frei von gentechnischen Verunreinigungen zu halten und die Kosten dafür auch noch selbst tragen müssen. Beim Einsatz von Gentech-Pflanzen in der Landwirtschaft steht dem Nutzen für wenige ein enormer Schaden für die Gesellschaft gegenüber. Die Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen von Gentech-Pflanzen lässt daher nur einen Schluss zu: Ein Moratorium ist das Gebot der Stunde", so Vierbauch.

Der Rat der EU-Umweltminister hat die EU-Kommission bereits 2008 aufgefordert, relevante Informationen über die sozioökonomischen Auswirkungen des GVO-Anbaus in der gesamten Lebensmittelkette zu sammeln und auszutauschen. Der heute von EU-Kommissar Dalli in Brüssel vorgelegte Bericht an die Mitgliedstaaten und das Europaparlament soll als Grundlage für eine weiterführende Diskussion dienen. Der Bericht beruht einerseits auf Rückmeldungen der Mitgliedstaaten, andererseits auf Analysen der EU-Kommission. Österreich hat unter vielen anderen Aspekten auch den hohen Anteil biologisch bewirtschafteter, d. h. per Gesetz verpflichtend gentechnikfrei bewirtschafteter Flächen von knapp 20 Prozent ins Treffen geführt.

"Der Blick nach Amerika führt uns dramatisch vor, welche Auswirkungen der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft hat: Die versprochenen Segnungen – wie deutlich höhere Erträge – bleiben aus, dafür wird die Abhängigkeit der Landwirtschaft von internationalen Großkonzernen und deren Patentanwälten größer. Eine nicht nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft wird vorangetrieben und die gesamte Landwirtschaft und Lebensmittelkette zunehmend gentechnisch kontaminiert. Für die Gesellschaft bedeutet dies in letzter Konsequenz eine Gefährdung ihrer Lebensgrundlagen und der Ernährungssouveränität", analysiert Rudi Vierbauch. "Wenn Kommissar Dalli ins Treffen führt, dass diese Erkenntnisse nicht auf Erfahrungen in der EU beruhen, dann klingt das fast so, als empfehle er diese Erfahrungen zuerst einmal auch in Europa zu machen, bevor Lehren daraus gezogen werden können. BIO AUSTRIA setzt sich klar gegen diesen Weg und für ein Anbauverbot gentechnisch veränderter Pflanzen ein. Der Vorschlag, die Entscheidung darüber in Zukunft den Mitgliedstaaten der EU zu überlassen, ist ein wichtiger erster Schritt in diese Richtung und eine Bestätigung für den breiten Schulterschluss gegen den Anbau von Gentech-Pflanzen in Österreich", so Vierbauch abschließend.

Den Kommissionsbericht können Sie anbei herunterladen.

Quelle: Biene Österreich (Christian Boigenzahn, 19.04.2011)
http://www.biene-oesterreich.at/index.php?id=2500%2C1129115%2C%2C